Das Kinderhaus für 3- bis 6-Jährige

Unser Kinderhaus für 3- bis 6-Jährige gehört seit 2011 zur ErLEBnisschule in St. Gabriel.

Wir sorgen für eine liebevolle Atmosphäre des Vertrauens, in der Gedanken und Gefühle ernst genommen werden. Wir beobachten, begleiten und aktivieren Lernprozesse, erzählen und helfen, vermitteln zwischen Kind und Material. Wir arbeiten an einer Arbeitshaltung, die Freude, Leichtigkeit und Konzentration aufweist.

Hilf mir, zu werden, was und wie ich bin!

Maria Montessori

Pädagogische Grundlagen des Kinderhauses

Kinderhauskind bei Geschicklichkeitsübung
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Sensible Phasen

Maria Montessori beobachtete bei heranwachsenden Kindern sensible Phasen. In ihnen dominieren ganz bestimmte Bedürfnisse und prägen die kindlichen Interessensbereiche. Im Verlauf einer sensiblen Phase eignet sich das Kind Sachverhalte leicht und ganzheitlich an.

Kind im Kinderhaus bei der Arbeit mit Buchstaben
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Vorbereitete Umgebung

Die Pädagog*innen sorgen als Teil der Vorbereiteten Umgebung für eine liebevolle Atmosphäre des Vertrauens, in der Gedanken und Gefühle ernst genommen werden. Sie

  • beobachten,
  • begleiten und aktivieren Lernprozesse,
  • erzählen und helfen,
  • vermitteln zwischen Kind und Material.
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Der junge Mensch lernt in der Vorbereiteten Umgebung mit Entwicklungsmaterialien zu den verschiedenen Bereichen des Lebens.

Diese Materialien befinden sich strukturiert und übersichtlich in der Vorbereiteten Umgebung und sind an die Entwicklungsstufe der einzelnen Kinder in der Gruppe angepasst. Jedes Kind kann in seinem individuellen Tempo arbeiten und sich in seinem eigenen Rhythmus entwickeln.

Sich und eigene Bedürfnisse kennenlernen
Jedes Kind will in seiner Umgebung aktiv mitgestalten. Dafür darf jedes Kind sich selbst und seine Bedürfnisse kennenlernen. Wir helfen dem Kind bei der Entwicklung zur Selbstständigkeit. Maria Montessori nennt es „Hilf mir, es selbst zu tun“.

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Sinnesmaterial – die Hände sind das Werkzeug menschlicher Intelligenz

Die Arbeit mit dem Sinnesmaterial (riechen, spüren etc.) weckt den Geist und öffnet die Sinne. Die Kinder ordnen die Sinneseindrücke und verknüpfen sie zu einem Ganzen.

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Übungen des praktischen Lebens

Maria Montessori hat die „Übungen des täglichen Lebens“ (z. B. Kehren, Schuhe putzen, Löffel- und Schüttübungen) als eigenen Arbeitsbereich für die Kinder eingeführt. Sie befinden sich in der Vorbereiteten Umgebung der jungen Kinder und dienen zur Entwicklung der Selbstständigkeit.

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Sprache

Das Kind entwickelt entsprechend seiner sensiblen Phasen Interesse an Sprache. Durch das Material der Vorbereiteten Umgebung erlernen die Kinder Lesen und Schreiben (wie z. B. Sandpapierbuchstaben, Anlautkommode, Grammatik-Kästen).

Kindergartenkind beim Arbeiten mit Zahlen
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Mathematik

Das von Maria Montessori entwickelte Material für Mathematik zeichnet sich dadurch aus, dass dem jungen Menschen durch Tun und (Be-) Greifen schrittweise Wege vom konkreten Material hin zur Abstraktion eröffnet werden. Schon im Kinderhaus erlernen die Kinder ihrer sensiblen Phase entsprechend grundlegende Rechenoperationen.

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Kosmische Erziehung

Für Maria Montessori unterliegt die Schöpfung einem ganzheitlichen Plan. Jeder Teil der Erde, jede Pflanze, jedes Lebewesen erfüllt Aufgaben für das Ganze – den Kosmos. Der Mensch nimmt dabei eine Sonderstellung ein: Er trägt Verantwortung. Demzufolge finden wir Kosmische Erziehung in allen Bereichen.

Die Kinder entdecken und erforschen die Welt, die sie umgibt, und lernen staunend Zusammenhänge kennen.

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Gesundheit und Bewegung

Täglich und bei jedem Wetter gibt es für die Kinder Bewegungsmöglichkeit und freies Spiel im Kinderhausgarten.
Während der freien Wahl der Arbeit bewegen sie sich ihren Bedürfnissen entsprechend, ohne dabei die anderen bei ihren Arbeiten zu stören.

Kinder beim Blumengießen
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Freie Wahl der Arbeit

In Maria Montessoris didaktischem System steht die Selbstbestimmung des Kindes in einem von Pädagog*innen vorgegebenen Rahmen und einer vorgegebenen Struktur im Mittelpunkt.

Bei der Wahl ihrer Tätigkeiten gehen die jungen Menschen verantwortlich mit sich, den anderen und der Vorbereiteten Umgebung um. Um eine freie Wahl der Arbeit zu ermöglichen, finden regelmäßige Darbietungen statt. In einer Darbietung werden – einzeln oder in Kleingruppen – Inhalte bzw. Handhabung von Material erklärt und durch Geschichten die Begeisterung entfacht.

Kinderhaus-Pädagogin mit Kind beim Rechnen
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Freude an der Arbeit

In einer entspannten Atmosphäre können authentische Bedürfnisse wahrgenommen werden und dadurch intensive, freudvolle Lernprozesse stattfinden.

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Altersheterogene Gruppen

Unter dem Motto „Helfen und sich helfen lassen“ haben Kinder die Möglichkeit, miteinander und voneinander zu lernen.

Die Altersstufe der 3- bis 6-Jährigen lernt gemeinsam in einer Gruppe.

Aus den täglichen Erfahrungen des Helfens und Sich-helfen-Lassens, des gemeinsamen Arbeitens von Älteren und Jüngeren entsteht eine große Lebendigkeit. Jüngere bekommen durch die Älteren Impulse. Dadurch erwerben die jungen Menschen auf ganz natürliche Weise eine hohe soziale Kompetenz.

Unsere Kinder haben die Möglichkeit ältere Schüler der Sekundaria unter anderem im Rahmen derer Schulpraktika kennen zu lernen. Ein natürlicher Umgang zwischen den unterschiedlichen Altersstufen wird ihnen ermöglicht.

Sitzkreis im Kinderhaus
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Stilleübungen

Stille-Übungen bringen Körper, Geist und Seele zur Ruhe.
Bei den Stilleübungen lernen die Kinder auf ihren Körper zu achten und bewusst ihre Bewegungen zu steuern. Sie üben Geduld und erfahren Entspannung in der Gemeinschaft.

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Gemeinschaft

Über den achtsamen Umgang mit dem Material lernen die Kinder wichtige Kompetenzen, um in einer Gemeinschaft zu leben ... z.B. zu warten – achtsam zu sein mit allem – mit sich selbst – mit dem Gegenüber und mit dem Material. Über das Vorleben von Gemeinschaft und Vorzeigen, wie man Dinge macht, kann das Kind in eine Gemeinschaft wachsen.

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Ethik und Respekt – Verantwortung für sich selbst und andere

Friedenserziehung, Respekt füreinander und für die Schöpfung stehen im Mittelpunkt. Feste im Jahreskreis und Naturerfahrungen sind wesentliche Bestandteile unseres Alltags.

Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.

Maria Montessori

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