Methoden

Die Inhalte der Lehrpläne der Erlebnisschule werden in methodischer und didaktischer Hinsicht im Unterricht berücksichtigt.

Freie Wahl der Arbeit

In Maria Montessoris didaktischem System steht die Selbstbestimmung des Kindes in einem von PädagogInnen vorgegebenen Rahmen und einer vorgegebenen Struktur im Mittelpunkt.

Bei der Wahl ihrer Tätigkeiten gehen die jungen Menschen verantwortlich mit sich, den anderen und der Vorbereiteten Umgebung um.

Altersheterogene Gruppen

Unter dem Motto „Helfen und sich helfen lassen“ haben Kinder die Möglichkeit, miteinander und voneinander zu lernen.
Die Altersstufen der 3- bis 6-Jährigen, 6- bis 9-Jährigen, der 9- bis 12-Jährigen und der 12- bis 15-Jährigen lernen gemeinsam in jeweils einer Gruppe.

Aus den täglichen Erfahrungen des Helfens und Sich-helfen-Lassens, der gemeinsamen Arbeiten von Älteren und Jüngeren entsteht eine große Lebendigkeit. Jüngere Schüler bekommen durch die älteren kognitive Impulse. Die Älteren haben die Möglichkeit, bekannte Inhalte mit den Jüngeren gemeinsam zu wiederholen und zu vertiefen. Mit dieser Methode erwerben die jungen Menschen auf ganz natürliche Weise eine hohe soziale Kompetenz.

Das 9. Schuljahr ist aus entwicklungspsychologischer Sicht sinnvoll und dient zur intensiven Auseinandersetzung mit Berufen, weiterführenden Schulen sowie der Kontaktaufnahme zu anderen Ländern und Kulturen.

 

Stille-Übungen

Stille-Übungen bringen Körper, Geist und Seele zur Ruhe. Sie ermöglichen dem jungen Menschen das Finden seiner eigenen Mitte und seiner Beziehung zu Gott. Erst im Zustand der inneren Ruhe entstehen authentische Bedürfnisse, die den jungen Menschen bewegen, tätig zu werden und sein Potenzial zu entwickeln. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit sind Stille-Übungen wichtige Fixpunkte im pädagogischen Alltag.

Projekte und „Going Out“

Die Kinder lernen am besten durch Erfahrung und mit emotionaler Beteiligung im Rahmen von Projekten, die entweder von PädagogInnen angeboten oder von den Kindern selbst gewählt werden.

Dazu unternehmen sie abhängig vom Grad der Eigenverantwortung eigenständig oder in Begleitung von Erwachsenen Ausgänge zu Museen, Bibliotheken und anderen Einrichtungen, die zur Projektdurchführung notwendig sind.

Exemplarisches Lernen

Die jungen Menschen haben die Möglichkeit, sich in ihre Arbeit zu vertiefen. Sie bekommen viel Raum und Zeit dafür, damit ihr Wissens- und Erfahrungsdrang gesättigt werden kann. Am Exempel lernen die jungen Menschen Zusammenhänge erkennen.

Fremdsprachen und Kurse

Der Fremdsprachenunterricht (Englisch und Spanisch) sowie der evang. und röm.-kath. Religionsunterricht werden in Form von Kursen abgehalten, die regelmäßig das ganze Schuljahr hindurch stattfinden. Außerdem gibt es Kurse – häufiger in der Sekundaria I – zu verschiedenen Themen über einen bestimmten Zeitraum für eine bestimmte Gruppe.

Rückmeldungen

Die Kinder geben sich gegenseitig Rückmeldungen, erhalten Feedback von den PädagogInnen und üben sich in einer realistischen Selbsteinschätzung.

In der Schule findet die Leistungsfeststellung im Rahmen von Elterngesprächen und direkter Leistungsvorlage statt.